2018 - die 20. InterWhisky

Samstag, der 29. November 1997. Im Maritim Hotel der Messestadt Frankfurt fällt der Startschuss zu einer Veranstaltung, die mit dem Wort Messe nur unzureichend definiert ist. Der Mann, welcher diese InterWhisky initiierte, kennt das Metier: Christian H. Rosenberg war schon seit Jahren als Whisky-Botschafter für verschiedene Marken in Deutschland unterwegs, knüpfte und pflegte Kontakte zu Herstellern, Handel, Gastronomie und Presse. Er brachte in diesem Jahr 1997 ein Fachmagazin auf den Markt und benannte es nach seinem Beruf, der für ihn auch Berufung ist: ›Der Whisky-Botschafter‹. Aufklären will er Konsumenten und Interessierte über das „Wasser des Lebens“, das in Deutschland zunehmend gefragt ist. Und eine Fachmesse scheint ihm ein probater zusätzlicher Weg zu dieser Zielgruppe zu sein. Doch als bloße Ausstellung will er sein Projekt nicht präsentieren: Ausstellung plus „kulturelles Rahmenprogramm rund um den Whisky“ – das ist sein Konzept, das er schließlich auch in die Praxis umsetzt. Von Anfang steht die Messe unter der Schirmherrschaft des Bundesverbands der deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI).

Bei der ersten InterWhisky 1997 werden um die 3.500 Besucher gezählt, denen 13 Aussteller ihre Whiskys und Whiskeys präsentieren. Gleichzeitig wird im Rahmen der Messe auch das deutsche Chapter der „Keeper of the Quaich“ gegründet, eine Vereinigung, die besondere Verdienste um den Whisky auszeichnet. Das Interesse der Medien an der neuen Messe ist groß: Zahlreiche TV-Sender berichten über die Premiere. Die zweite InterWhisky, 1999, lockt schon doppelt so viele Besucher an, auch die Zahl der präsentierten Marken steigt an. Ein Thema von Anfang an ist „Cigarren & Whisky“, was offensichtlich auf ein reges Interesse stößt. Jede InterWhisky bietet weitere Anreize: Tastings an den Ständen und bald auch in Seminaren und Master Classes, geleitet von Fachleuten (!), locken immer mehr interessierte Besucher an, die lernen wollen, wie Whisky und Whiskey fachgerecht verkostet wird, dabei ihre Sinne schulen und immer mehr Feinheiten in ihren Proben zu unterscheiden imstande sind. Überaus beliebt ist auch das unter Rahmenprogramm einzuordnende Highland Dinner, das sich anfangs auf schottische Whiskys und die dazu passenden Speisen konzentriert, dann auch irische Whiskeys als Vorgaben akzeptiert und schließlich umgewandelt wird in Themen-Dinners wie beispielsweise ›Islay meets Jura‹, ›Scotland greets Ireland‹ oder ›Sunrise to Sunset‹, wo erstmals japanische Whiskys ins Spiel kommen. Der Reiz dieser grundsätzlich köstlichen Menüs liegt darin, dass zu jedem Gang ein dazu passender Whisk(e)y nicht nur serviert, sondern auch vom für diesen „Begleiter“ Verantwortlichen im besten Sinne des Wortes vorgestellt wird.

Die InterWhisky wird von Jahr zu Jahr internationaler. Hatten sich zu Beginn viele schottische mit einigen irischen, weniger amerikanischen und noch weniger kanadischen Marken das Feld geteilt, kamen nach und nach Whiskys aus aller Herren Länder dazu: Japan und Taiwan, die Schweiz und Österreich, Schweden, Indien und, und… Als sich deutsche Whisky-Brenner zu einem Verband zusammengeschlossen hatten, explodierte die Anzahl der Aussteller geradezu. Wer bis dato nicht glauben will, dass Deutschland (auch) ein Whisky-Land ist, der kann sich auf der nun anstehenden InterWhisky 2018 – der Jubiläums-Messe – eines Besseren belehren lassen.

Generell ist die InterWhisky auch eine Art von Kontaktbörse. Im Lauf der Jahre traf sich schon eine Legion von Distillery Managern, Master Distillers und Master Blenders, von Brand Ambassadors und anderen Verantwortlichen aus der Welt der Whisk(e)ys in „Mainhattan“, sei es nun als Moderator von Seminaren, als Leiter von Master Classes, zur Unterstützung des Teams am Firmenstand oder einfach nur, um dabei zu sein und zu beobachten, wie die eigenen Produkte beim Publikum ankommen. Allein die keineswegs vollständige Liste der registrierten ausländischen Gäste enthält rund 100 Namen von A wie Iain Allan bis W wie Julien Willems. Die treuesten prominenten Besucher sind (in dieser Reihenfolge) Richard Paterson, Ronnie Cox, John Campbell und Heidi Donelon.

Spannung schweißt prominente wie unbekannte Besucher zusammen. Diese kommt auf, wenn ›Germanys Best Whisky Awards‹ verliehen werden: Wer darf wohl seine Bar als „Beste Whiskybar des Jahres“ bezeichnen? Welchem Inhaber wird das Kompliment „Fachgeschäft des Jahres“ zuteil? Welche internationale Brennerei oder Marke hat die Auszeichnung für die „Beste Neueinführung des Jahres“ verdient und wird sie erhalten? Und wer hat den ›Besten deutschen Whisky des Jahres“ geschaffen? Schließlich und endlich kommt noch die Antwort auf die Frage, wer den Ehrenpreis erhält für „Germany´s Best Whisky Motion“. Christian H. Rosenberg, Initiator der InterWhisky, Organisator dieser Messe und als solcher auch Gastgeber, hat die Preise gestiftet und verleiht sie gemeinsam mit Heinfried Tacke, Chefredakteur des Magazins ›Der Whisky-Botschafter‹ und außerdem Autor des jährlich erscheinenden ›Whisky Guide Deutschland‹.

Genuss, Information, Spannung und – nicht zu vergessen – auch Spaß sind das Fundament, auf dem die InterWhisky aufgebaut ist und jedes Jahr noch größer wird – die größte ganz auf Whisk(e)y konzentrierte Messe Europas ist sie schon lange. Hut ab vor Christian H. Rosenberg: Er hat eine gute Idee perfekt in die Praxis umgesetzt!

Karl Rudolf

Chronologie InterWhisky

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